

Sidney. Die Idee existiert schon länger, jetzt wird sie umgesetzt: Mit einem gigantischen Netz aus Weltraum-Spiegeln soll die Klimaerwärmung weiter eingedämmt werden. Dabei sollen mehrere tausend speziell beschichtete Metallspiegel in einem weitflächigen Netz im Orbit der Erde platziert werden. Die Spiegel sollen Sonnenlicht reflektieren bevor es die Erde erreicht und das Klima weiter aufheizt. Das Mammut-Projekt wird von NASA und ESA in Zusammenarbeit mit der noch jungen Weltorganisation für Klimakontrolle (WOCC) realisiert. Die Kosten in Höhe mehrerer Milliarden Euro sollen aus dem Fonds der WOCC finanziert werden. Zudem sind mehrere G20-Staaten wie die USA, Deutschland, den Antillen, Togo und China mit Zuschüssen beteiligt.
Die Klimaexperten der WOCC erwarten sich von der Reflektion der Sonnenstrahlen eine Abkühlung des Gesamtklimas der Erde um bis zu 0,5 Grad. Das Netz ist jederzeit erweiterbar und könnte bei Bedarf vergrößert werden. Besonders aufwändig gestaltet sich jedoch die Wartung der Anlage. Zwar werden die Spiegel aus einer widerstandsfähigen Titan-Legierung hergestellt, doch unter den extremen Bedingungen im Weltall sind trotzdem regelmäßige Reparatur- und Wartungsarbeiten zu erwarten.
Das Projekt soll nach der Starthilfe durch die G20-Staaten weitgehend autark arbeiten. Um die Mittel für die enormen Folgekosten aufzubringen birgt das Netz nämlich einen besonderen Clou: So ist es gleichzeitig eine Speicheranlage für Sonnenenergie. Die Spiegel dienen als Sonnenkollektoren, die anfallende Energie in ganz kleinen Batterien sammeln. Sind genug Batterien aufgeladen, werden sie per Spaceshuttle abgeholt und zur Erde gebracht. Zwölf dieser Speicheranlagen sollen jeweils so viel Energie liefern wie ein kleines Atomkraftwerk. Abnehmer der sauberen Sonnenenergie sind die finanzierenden Staaten. Unklar ist jedoch wie lange die Speicheranlagen brauchen werden, um sich voll aufzuladen.
Solaranlagen waren früher groß, teuer und nur was für Hausbesitzer. Seit es Anfang des Jahres die flexiblen und universal anwendbaren Solarzellen gibt, kann überall Energie aufgetankt werden! Nicht nur auf Dächern, auch auf Straßen, Häuserfronten, aber auch auf Jacken, Taschen sowie allen erdenklichen Oberflächen. Einfach die gedruckten Solarzellen aufkleben und los geht’s. Ein richtiger Energieboom ist so entstanden und viele Privatleute sind inzwischen Selbstversorger oder verkaufen ihren Strom an Fabriken. Da die neuen Solarzellen an allen Materialien haften, fallen die Herstellungskosten von Strom drastisch und Solarstrom bleibt der günstigste Strom.
Pole City. Wie eine dänisch-iranische Forschungsgruppe entdeckte, haben sich die Anstrengungen der letzten Jahre, mittels des neuen Verfahrens, großflächig Wärme aus der Luft zu ziehen und in das Weltall abzugeben, schnell ausgezahlt. Die Eisdecke am Pol konnte seit Einführung der revolutionären Technologie um 2,3 cm wachsen. Und selbst in Deutschland hat es seit über 10 Jahren das erste Mal wieder auf der Zugspitze geschneit. Der amerikanische Präsident in Washington Beach warnte aber vor einem zu langfristigen Einsatz, denn Schnee im Sommer will auch niemand.
Kiel. Aufgrund der immer weiter abschmelzenden Polkappen sinkt die Meeres-Temperatur stetig weiter. Das bestätigte jetzt die Auswertung einer Langzeitstudie vom Meeresbiologischen Institut der Uni Kiel. Die Folge: Der Golfstrom wird alle 2-3 Jahre ca. 1 Grad kühler. Und das wirkt sich auf das winterliche Klima in Deutschland ganz überraschend aus: Die Schneewolken nehmen zu und die Boden-Temperatur fällt. Das Schönste daran: der Schnee bleibt liegen – und das auch in Norddeutschland. Schlittenfahren und Ski-Langlauf werden möglich, wo bisher der Schnee nur kurzer Gast war.
Bochum. Eine Innovation in der Recyclingindustrie wurde heute vom Bochumer Getränkedosenhersteller Cyclogence bekannt gegeben. Dosen aus dem Material fluidofixTM lösen sich selbständig in Wasser auf – vorausgesetzt, man gibt dem Wasser vorher eine bestimmte Menge Magnesiumperoxyd zu. Auf diese Weise können Dosen ohne hohen Energieeinsatz schnell und kostengünstig recycelt werden, dann aus der Lösungsflüssigkeit lässt sich durch einen simplen Destillationsvorgang wieder das Material für neue Dosen gewinnen. Die ersten selbstkompostierenden Dosen sollen im Frühjahr 2030 produziert werden. Gegner der neuen Technik erinnern gern an die entmaterialisierenden Glasflaschen, die 2018 vom Markt genommen wurden. Mehrfach liefen Flaschen aus, da die Materialsicherheit nicht bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum gewährleistet werden konnte. Wie sich die Selbstrecycling-Dosen im Markt behaupten werden, bleibt abzuwarten.
Lyon. Unter Anwesenheit von Frankreichs Staatspräsidentin Yvonne Gaulmain wurde die weltweit erste Batterien-Farm am Freitagabend feierlich eingeweiht. Gaulmain sagte in ihrer Eröffnungsrede, sie setze enorme Hoffungen auf die Technik der biologischen Batterienzucht und hoffe, die Energieprobleme der Menschheit damit in den Griff in bekommen. Falls dies nicht zutreffe, so Gaulmain , könne man die Batterienzucht allerdings auch zur Herstellung biologisch abbaubarer Haarsprays verwenden.
Essen. Re-Car, größter Recycler ausgemusterter Automobile, hat nun auch die Marktführerschaft im Bereich des Automobilvertriebs erlangt. Das Konzept des jungen Essener Familienunternehmens der Familie Ludolf lautet: Statt hochmoderne Neuwagen zu vertreiben, werden Altfahrzeuge wiederaufbereitet und mit Neuwagengarantie versehen. Zurzeit gibt es im Angebot den Ludolf 1, der auf Basis eines beliebten Mittelklassewagens erarbeitet wurde. Außerdem den Ludolf 2, einer ehemaligen Limousine. Der Kaufpreis dieser Fast-Neuwagen liegt in der Regel 70% unter dem eines vergleichbaren Neufahrzeugs.